Glossar

Diakonie

Wir verstehen den Begriff „Diakonie“ in einem umfassenden Sinn. Das altgriechische Wort „diakonia“ wird im Deutschen mit „Dienst“ übersetzt. Im Urchristentum verstand man darunter die Hilfe und Fürsorge in der Gemeinde. Das Verständnis von Diakonie wandelte sich in der Geschichte. Im 19. Jahrhundert galt es als organisierte Form von Liebestätigkeit. Heutzutage ist es ein Sammelbegriff für kirchliche Sozialarbeit und Lebenshilfe.

Wir als Dachverband verstehen Diakonie als christlich motivierte, tätige Zuwendung zum bedürftigen Menschen Dabei berufen wir uns auf das Evangelium

Diakonie ist Aufgabe jeder einzelnen Christin / jedes einzelnen Christen und Kernaufgabe der Kirche.


Sozialdiakonie / Diakonat

Sozialdiakonie widmet sich sozialen, seelsorgerlichen, beratenden sowie sozialpolitischen Aufgaben und unterstützt die Kirchgemeinden in diesen Bereichen.

Sozialdiakonie ist die professionell ausgeübte Diakonie der Kirche.


Diakonatskapitel /Diakoniekonvent /Diakoniekapitel

Diakonatskapitel, Diakoniekonvent oder Diakoniekapitel sind kantonale Zusammenschluss von Fachpersonen im sozialdiakonischen Dienst (dem Diakonat). Sie dienen dem Gespräch und der Auseinandersetzung über die sozialdiakonische Arbeit in der Kirche und ist wichtiger Gesprächspartner anderer kirchlichen Berufsgruppen und der Kirchenleitung.


Diakonatsrat (DR)

Der Diakonatsrat ist das ausführende und vorbereitende Organ der DDK. Er wird unterstützt durch die Ausbildungskommission (zuständig für Ausbildungsinhalte) und die Überprüfungskommission (zuständig für die ausserordentliche Zulassung zum sozialdiakonischen Dienst).


Deutschschweizer Diakonatskonferenz (DDK)

Die Diakonatskonferenz der Evangelisch Reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz regelt die Anerkennung des sozialdiakonischen Dienstes.

Die DDK verfolgt das Ziel, gleichberechtigte Voraussetzungen für Frauen und Männer in der Ausbildung des sozialdiakonischen Dienstes zu schaffen. Dies betrifft alle ev.-ref. Kirchen, die in der deutschschweizerischen Kirchenkonferenz (KIKO) zusammengeschlossenen sind. Die DDK koordiniert dabei die beteiligten der Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) als Mitglieder angeschlossenen Kantonalkirchen, um die Anerkennung des sozial-diakonischen Dienstes zu gewährleisten.

Durch die Herausgabe einer Titelurkunde wird die Bestätigung der DDK-Anerkennung und somit die doppelte Qualifikation zum Sozialdiakonat sichtbar gemacht. Die Titelurkunde kann beim Vorort Aargau beantragt werden (Antragsformular).


Schweizerischer Kirchenbund SEK

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK wurde 1920 gegründet. Vorgängerorganisationen waren die evangelische Tagsatzung und die 1858 entstandene Schweizerische reformierte Kirchenkonferenz. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund ist der Zusammenschluss der 24 reformierten Kantonalkirchen, der Evangelisch-methodistischen Kirche und der Église Évangélique Libre de Genève in der Schweiz. Damit repräsentiert der Kirchenbund rund 2,4 Millionen Protestantinnen und Protestanten. Er nimmt Stellung zu Politik, Wirtschaft und Glaubensfragen und ist unter anderem Ansprechpartner des Bundesrates.


Diakoniekonferenz SEK

Die Diakoniekonferenz ist eine Plattform des SEK (Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund), in welcher der SEK mit Vertretungen seiner Mitgliedskirchen und diakonischen Werken zusammenarbeitet und aktuelle diakonische Fragen diskutiert.


Sozialdiakonin / Sozialdiakon

… ist die kirchliche Berufsbezeichnung für Fachpersonen im sozialdiakonischen Dienst. Sie verfügen über die von der DDK anerkannte Doppelte Qualifikation eine sozialfachliche und eine kirchlich-theologische Qualifikation).

… ist die professionelle Trägerin des diakonischen Auftrages in den Kirchgemeinden oder in sozialdiakonischen Werken und Institutionen.


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